Hier sind unsere Urlaubserzählungen aus Irland - 2013 - Standort war das Hafenstädtchen Portmagee auf der Halbinsel Iveragh. Wir haben die Erlebnisse in ein Tagebuch gepackt. Viel Spaß!

Tag 1 - 28.7.2013 - Dünkirchen/Dover

Das war der Tag unserer Abreise - bei furchtbar schwülem Wetter. Wir machten öfter mal Pause, so konnten wir es einigermaßen gut ertragen. In Dünkirchen gab es dann unsere erste Fährüberfahrt. Eine Stunde vorher bekamen wir von Frauchen eine Beruhigungstablette - na, ob die soviel geholfen hat??? - Es hat dann noch einige Zeit gedauert, bis wir in den Kofferraum mussten. Erstmal hieß es noch Formalitäten erledigen und die leidige Chipkontrolle.......! Bei Pauly war das blöde Ding verrutscht - bis wir das gefunden hatten!!!! Anschließend ging es ab in den Kofferraum - versorgt mit Wasser - haben wir ca. zwei Stunden ausgehalten. Ankunft in Dover - hurra, wir haben es überstanden - und das war erst der Anfang, aber das wussten wir bis dahin noch nicht - . Es war herrlich, Wasser zu riechen. Unsere erste Übernachtungsstation war Clevedon, ein kleines idyllisches englisches Städtchen. Nach unserem Abendfutter (Susi, Dirk und Kyrill aßen in einem Pub) gingen wir früh schlafen.

Tag 2 - 29.7.2013 - Pembroke/Rosslare

Nach guter Nachtruhe geht es weiter Richtung Pembroke, um die Fähre nach Rosslare (Irland) zu erreichen. Nochmal das gleiche Prozedere (allerdings keine Chipkontrolle mehr). Diesmal hieß es vier Stunden in der Kofferraumbox aushalten.... puuuuh, aber auch diesmal haben wir es heil überstanden. Der Seegang auf der irischen See war schon entschieden rauher als bei der ersten Fährüberfahrt. Nach der Ankunft lag noch eine Fahrt von fünf Stunden vor uns - also haben wir unterwegs schon unser Futter bekommen - unser Rudel hat sich mit Brot und Käse versorgt, damit sie auf der Fahrt kein Hunger leiden. Gegen 00.00 - 00.15 Uhr sind wir in Portmagee angekommen. Die Vermieterin hat noch auf uns gewartet. Nachdem wir unser Domizil bezogen hatten, fielen wir nur noch müde um. Mit einem Sternenhimmel - zum Greifen nah - hat uns Irland willkommen geheißen!

Tag 3 - 30.7.2013 - Portmagee/Bucht

Nachdem wir uns von den Strapazen erholt hatten, erkundeten wir die Umgebung. Unser Ferienhaus liegt an einem wunderschönen Platz.. Ringsherum Wiesen mit Schafen und Kühen. Man hat einen tollen Blick auf die Bucht von Portmagee. Einen kleinen Spaziergang weiter, hat man einen atemberaubenden Eindruck von den Skellig Rocks - Wahnsinnsklippen, die gerade ins Meer stürzen. Die Straßen sind gesäumt von wunderschönen wild wachsenden Blumen - einfach herrlich - .

Am ersten Tag in Irland waren wir in der Bucht von Portmagee - haben das Meer genossen und ausgiebig gespielt. Abends gabs dann zum ersten Mal das berühmte Fish und Chips (natürlich nur für die "Großen"). Muß superlecker gewesen sein - so, wie die schmatzten.......!

Vom Vortag noch ziemlich fertig, gingen wir recht früh zu Bett.

 

Tag 4 - 31.7.2013 - Caherciveen

Heute ist es regnerisch und bewölkt, aber nicht kalt - das Wetter ist sowieso sehr angenehm. Man hat immer so ungefähr um die 20 Grad - keine unerträgliche Hitze, wie bei uns. Wenn es regnet, treibt der Wind vom Atlantik den Regen meist schnell wieder weg - und die Sonne kommt um Vorschein.

Am Morgen machten wir unseren Spaziergang zu den Skellig Rocks - auf dem Weg dorthin sagen uns jedesmal Kühe, Pferde und ein Esel "Hallo".

Mittags ging es dann einkaufen - Vorräte anlegen - und bummeln in Caherciveen. Es ist ein kleines, idyllisches Städtchen mit einer wundervollen Kirche. Dort besichtigten wir noch ein kleines Heimatmuseum. Caherciveen ist auch der Geburtsort von Daniel O'conell - er hat sehr viel für Irland in der Politik erreicht.

Tag 5 - 1.8.2013 - Waterville & Derrynane Bucht

Am heutigen Tag war der Regen etwas hartnäckiger - nachdem wir von den Skellig Rocks pitschnass heimgekommen sind, mussten wir uns erstmal trocknen. Unser kleines Herrchen hat sich erkältet. Ihm ging es garnicht gut.

Nachdem dann mittags die Sonne uns doch noch beehrt hat, ging der Weg nach Waterville und die Derrynane Bucht.

In Waterville sahen wir uns einige Standing Stones an - der Weg zur Derrynane Bucht war wunderschön. Am liebsten hätte Frauchen an jeder Ecke angehalten, um Fotos zu machen. Was uns dann in der Bucht erwartete war überwältigend - aber seht selbst -

Tag 6 -  2..8.2013 - Valentia Island

Ziel heute - die Insel Valentia - genau gegenüber von Portmagee.

Das Wetter ist heute sehr gut - windig, aber sonnig. Kyrill ist wieder fit - gott sei Dank.

Auf der Halbinsel Valentia hättet Ihr mal Paulinchen erleben sollen. Wäre sie nicht an der Zehn-Meter-Leine gewesen, hätte sie doch allen Ernstes die Schafe gehütet - und das an einem Abhang kurz vor den Klippen. Sie war richtig in Hütestellung. Wir machten einen Spaziergang bis auf die Spitze - wo früher ein Leuchtturm stand. Da Frauchen nicht ganz schwindelfrei ist - hat sie mit uns immer etwas Abstand von den Steilhängen gehalten.

Die Aussicht von ganz oben war gigantisch - aber es sollte noch besser kommen!

Abends gabs in Portmagee Fish und Chips ( Kyrill liebt es ).

Nach solchen Tagesausflügen sind wir immer ziemlich erledigt. Das Laufen, der Wind, das Wasser und der Sand machen doch recht müde -

so schliefen wir unter einem schönen Sternenhimmel seelig ein.

Tag 7 - 3.8.2013 - Portmagee/Caherciveen Festival/Ballycarberry

                                     Castle

Heute morgen folgten wir mal wieder dem Ruf der Klippen - Sie rufen - Enya, Pauline - wo seid Ihr denn ?? Also folgten wir dem Rufen und haben unseren Morgenspaziergang heute noch um einiges erweitert - so konnten wir den Mittag zu Hause verbringen. Was dann Susi, Dirk und kyrill noch erlebt haben, könnt Ihr jetzt lesen.

Unser Rudel ist nachmittags zum Festival nach Caherciveen gefahren. Da Enya bei solchen Veranstaltungen immer den Oberstress bekommt, war es ganz gut zu Hause zu bleiben. Auf dem Musikfestival sind sie aber nicht so lange gewesen.. Herrchen hatte noch die glorreiche Idee, ein altes Castle besuchen. Es lag direkt am Strand und es schien garnicht weit - so meinte man. Der Spaziergang zog sich ewig in die Länge und als sie ankamen, konnten sie das letzte Stück nicht laufen, da sie von einer vorgelagerten Kuhweide und einem Zaun gestoppt wurden .....ha, ha., ha - also hieß es, das Castle nur von der Ferne fotografieren und den ganzen Weg wieder  zurück!

Tag 8 - 4.8.2013 - Portmagee/Derrynane Bucht

Die Derrynane Bucht lud am heutigen Tag zum Kanufahren ein. Also los gings. Nachdem Dirk und Kyrill ihr Kanu startklar gemacht hatten, schmissen sie sich in die Fluten. Für uns war es ein toller Strandmittag zum Toben, Bällchen spielen und Faulenzen.

Seht selbst, wie gemütlich es war.

Tag 9 - 5.8.2013 - Mizen Head

Unser großer Ausflug nach Mizen Head stand heute auf dem Programm. Wir umfuhren die Halbinsel Beara und gelangten dann durch eine wunderschöne, üppig blühende Landschaft nach Mizen Head. Es war ein Ort zum Träumen. Man konnte die Seele baumeln lassen und einfach nur auf das Rauschen der Wellen hören. Dirk und Kyrill machten noch einen Spaziergang - leider konnten wir nicht mit - Hunde waren auf dieser Weide nicht erlaubt. So suchten wir uns mit Frauchen einen schönen Platz und genossen die wunderbare Aussicht. Natürlich mussten wir auch noch als Modells herhalten ....... klar, machen wir doch!

Auf dem Rückweg lockte uns der Baley Cove - genialer Strand - hier konnten wir uns noch austoben.

Abendessen gab es dann ganz Leckeres in Glengariff.

Gegen 00.00 - 00.15  sind wir erst zu Hause angekommen. Es war ein sehr langer Tag - aber die Fahrt hat sich gelohnt.

 

Tag 10 - 6.8.2013 - Balinskellig

Der heutige Tag stand erstmal unter dem Motto - ausschlafen, denn gestern war es sehr spät.

Mittags steuerten wir Ballinskellig an - ein schöner Strand - an dem man fetzen und auch ausruhen kann, während einem die angenehme Brise vom Atlantik um die Nase weht!

Ganz in der Nähe besuchten wir noch einen alten Friedhof - war für uns jetzt nicht so interessant - aber na gut - man konnte wieder tolle Bilder machen.

Abends hieß es nochmal Vorräte ausfüllen - denn es war schon wieder vieles leer.  Wir wissen auch nicht, wo unser Rudel das alles hinsteckt!!

Tag 11 - 7.8.2013 - Skellig Michael

Susi, Dirk und Kyrill hatte heute den Ausflug nach Little Skellig und Skellig Michael geplant. Das hieß, mit dem Boot 12 km über den Atlantik zur Insel Skellig Michael. Auf dieser Insel haben von 500 - 1300 n. Chr. Mönche gelebt und man kann noch die Überreste von Kirche, Gartenanlagen usw. bewundern. Dazu muss man allerdings 670 Stufen (die, die Mönche angelegt hatten) in die Höhe steigen.

Als wir das so hörten, beschlossen wir aus eigenen Stücken zu Hause zu bleiben - wir sind doch nicht lebensmüde, denn schon auf der Überfahrt wären wir der "Reiseübelkeit" erlegen - auf gut Deutsch, wir hätten gekotzt!! Also verbrachten wir die Zeit von  9.30 - 14.30 allein in der Ferienwohnung - natürlich hatten wir morgens schon unseren Spaziergang hinter uns.

Unser Rudel hat die Überfahrt sehr gut überstanden. Susi hat allerdings auf der Insel gestreikt. Sie ist nur bis zur ersten Terasse mitgelaufen - danach war es Ihr zu steil und sie hat die Männer hochgeschickt. Sie hat sich dann mit einer Möwe angefreundet, die Ihr schon fast aus der Hand gefressen hat. Die kleine Insel Little Skellig wird von 3000 Basttölpel bewohnt. Von weitem meint man, sie wäre schneebedeckt, aber das sind alles die Vögel.

Nach der Rückkehr gabs für uns noch einen Spaziergang zur Bucht von Portmagee - und dann war der Tag gelaufen.

Tag 12 - 8.8.2013 - Portmagee/Kleine Surferbucht

Mittags machten wir einen kleinen Ausflug zur Surferbucht - die hatten wir auf einer der vorherigen Fahrten schon gesehen. Sie war ideal für uns - zum rennen und ausruhen.

Der Hinweg wurde uns durch ein Schaf, das einfach auf der Straße lief, etwas erschwert. Es war wohl aus dem Gehege ausgebüxt. Wir dachten, es würde seinen Weg schon wieder finden. Dachten wir.......!

In Irland haben die Schafe übrigens immer Vorfahrt!

Am Strand fröhnte jeder seinen Gelüsten - ein kleiner Welpe - vielleicht ca. 4 Monate trieb sich am Strand herum - hatte wohl keine Besitzer, aber er trug schon ein Halsband . Er ging zu jedem - und war absolut zutraulich. Er war zuckersüß (lt. Frauchen). Wir glauben, wenn Susi konnte - hätte sie ihn eingepackt!! Wie ihr seht, sind wir aber noch zu zweit...!

Auf dem Rückweg war das Schaf immernoch auf der Straße - es humpelte auch etwas. Na, ja was sollen wir sagen - Susi, Dirk und Kyrill versuchten mit gemeinsamen Kräften, das Schaft in die richtige Richtung zu leiten - leider ohne Erfolg - aber es war wohl sehr lustig anzuschauen. Hätten sie Pauline rausgelassen - sie hätte das Schaf gehütet - aber ob es dann in sein Gehege zurück wäre ..... ich weiß nicht!!

Wir informierten dann unsere Vermieterin - und in ein paar Minuten wurde das Schaf vom Bauern wieder zurückgebracht.

Tag 13 - 9.8.2013 - Halbinsel Dingle

Der Ort unserer Wahl heute hieß Halbinsel Dingle. Es war wieder eine herrliche Fahrt. Die Insel ist nicht so rauh wie ihre Schwester Iveragh - natürlich gibt es auch steile Klippen mit atemberaubender Sicht - aber ansonsten ist sie sehr viel unspektakulärer.

Als erstes besuchten wir das Städtchen Dingle. Zur Stärkung gabs zuerst Kaffee und Kuchen - danach einen kleinen Stadtrundgang. Olala - das war mal wieder Stress pur für meine kleine Freundin Enya. Sie meinte " Ben Hur" spielen zu müssen - und wollte mit einem Affenzahn durch die Stadt. Frauchen konnte sie grad noch so halten .Bei der wilden Hatz durch die Stadt, konnte man aber doch noch gemütliche Pubs und nette Geschäfte erkennen!! Na gut - irgendwann kam dann auch dieser kleine Aufenthalt zu seinem Ende. Nach dieser Stressaktion starteten wir zu einer Inselrundfahrt - erklommen steile Felsformationen und machten an einer Bucht halt, die eine enorme Brandung hatte. Kyrill wollte unbedingt schwimmen, aber nix da - Schilder wegen gefährlicher Strömungen hielten ihn und auch uns davon ab. Man konnte in aller Ruhe die Wellen und die aufschäumende Gicht beobachten - einfach nur genial. Natürlich wollte unser kleines Herrchen unbedingt noch schwimmen - also fuhren wir noch einen Surferstrand an. Dort konnte man sogar mit dem Auto bis kurz vors Meer fahren. Es gab riesig viel Platz, um sich vor der Heimfahrt nochmal "den Rest" zu geben. Soviel Luft macht natürlich hungrig - also gabs auch noch gleich was zu futtern.

Ausgepowert traten wir dann den Heimweg an.

Tag 14 - 10.8.2013 - Portmagee und nochmal Derrynane

Abfahrt war heute so gegen 12.00 Uhr. Das Wetter war nicht ganz so stabil - aber das ist in Irland kein Problem. Unterwegs besichtigten wir ein altes Steinfort und liefen ein Stück den Kerry Way entlang. Dort sahen wir die Überreste eines alten Hauses - es war das Haus vom Piper. Die Geschichte dazu war ganz lustig. Der Piper kam vom Fischen und lief in Richtung seines Hauses, als ihn wundersame Klänge ereilten. Zuhause angekommen spielte er diese mystischen Klänge auf seine Flöte nach - doch als er merkte, daß sich vor seinem Haus viele Leute sammelten und tanzten - da wusste er, daß es Kirmesmusik war - und von da an spielte er diese Klänge niemehr. Na, hat unser Frauchen die Geschichte nicht schön erzählt...!

Die Derrynanebucht war heute fast menschenleer - ideal zum Laufen und Kanufahren - beides taten wir - wir waren natürlich nicht mit auf dem Kanu - haben es nur bewacht!!

Unser Spaziergang führte uns auch zu einem alten Friedhof - auf dem das Grab von Daniel O'Connell zu finden war.

Da sich das Wetter doch noch zum Guten wandte, kam ein Eiswagen, der total leckeres Eis verkaufte natürlich sehr gelegen.

Paulinchen musste dann auf dem Heimweg noch einen kleinen Spurt hinlegen (es musste einfach sein - es roch sooooo gut), kam dann aber auch bald wieder zurück!

Tag 15 - 11.8.2013 - Caherciveen/Ballycarberry-Castle von nahem

So langsam neigte sich unser Aufenthalt in Irland dem Ende zu - schade -

Es hieß anfangen zu packen, doch mittags suchten wir nochmal das Ballycarberry Castle in Caherciveen auf. Diesmal mit dem Auto, damit wir es auch besichtigen konnten.

Es war ein sehr beeindruckendes altes Gemäuer - total mit Efeu bewachsen. Dirk und Kyrill kletterten bis hoch, wir blieben natürlich mit Frauchen auf sicherem Grund!

Ein kleiner Strandspaziergang bei Ebbe beendete den heutigen Tag.

Tag 16 - 12.8.2013 - Abfahrtstag

Nun war es wirklich soweit - gegen 11.30 fuhren wir los - nachdem wir uns überall verabschiedet hatten.

Die Fahrt führte uns durch den Killarney Nationalpark - nochmal eine letzte atemberaubende Gegend.

Wir machten viele Pausen, denn die Fähre von Rosslare nach Pembroke ging erst gegen 20.45 Uhr. Wir bekamen vorher unser Futter und eine kleine Beruhigungstablette - so konnten wir im Auto einigermaßen ausruhen. Um 00.45 Uhr kamen wir in Pembroke an.

In der Nacht ging dann die Fahrt weiter durch Wales nach Dover - Frauchen hat sogar eine Sternschnuppe gesehen - es war wieder ein Sternenhimmel - so nah, daß man die Sterne "mit der Hand greifen konnte" - sowas gibt es bei uns garnicht.

In Dover bekamen wir die Fähre um 8.00 Uhr. Nach zwei Stunden kamen wir in Frankreich an - machten dort nochmal Halt mit einem Strandspaziergang. So konnten wir unsere Knochen sortieren. Der Strand und die Gegend war aber kein Vergleich zu Irland. Die Heimfahrt hat sich dann doch noch gezogen. Gegen 18.00 Uhr kamen wir zu Hause an.

Die Hin und Rückreise war etwas anstrengend - aber man vergißt es schnell, wenn man diese wunderschöne, grüne und vielfältige Insel Irland sieht.